Trotz zunehmender Müdigkeit und damit einhergehender Gereiztheit, es ist halt Donnerstag und die Kälte tut ihr Übriges, konnte ich heute Mittag nicht schlafen. Nun, konzentrieren konnte ich mich auch nicht recht, also Laptop an und "APP" geschaut. Auf den Film war ich richtig neugierig, denn er setzt auf die Multiscreen-Möglichkeit und bindet eine Smartphone-App in das Filmerleben ein. Ich hatte zunächst etwas Bedenken, dass ich eine ständige WLAN-Verbindung brauchen würde, aber nein, einmal aus dem WLAN geladen, funktioniert alles bestens, eigentlich logisch, denn im Kino gibt es ja tendenziell auch eher eine extrem miese Verbindung. Die App erkennt am Ton, an welcher Stelle des Films man sich befindet und sendet regelmäßig Nachrichten und Filme. Diese bereichern das Verständnis des Films nur an wenigen Stellen, wenn das Smartphone zeigt, welche Videos die Protagonisten zu sehen bekommen beispielsweise. Da wäre noch deutlich mehr Potenzial, vielleicht liegt es aber auch am Genre, APP ist ein netter Thriller. Ein bisschen hält mich das neue Filmerleben am Ball den Film konzentriert zu schauen. Die größte Stärke der Nutzung der App liegt aber wohl darin, dass sie dem Zuschauer vermittelt als wie nervig die App Iris im Film von der Protagonistin empfunden wird. Bei jeder Meldung vibriert das Smartphone und gegen Ende schau ich nur noch genervt darauf, was es denn nun schon wieder gibt. Im Finale würde ich mich doch ganz gern auf dieses konzentrieren und nicht ständig von den unnützen SMS zwischen den Protagonisten unterbrochen werden. Da geht es mir ein bisschen so, wie wenn eine Internetbekanntschaft mich während eines Films ständig mit Smalltalk-Nachrichten unterbricht. Ich bin irgendwann sehr gereizt. Etwa dreimal unterbricht die App ihre Verbindung, weil ich es für keine gute Idee halte, sie etwas twittern oder auf posten zu lassen, aber das ist ein verträgliches Ausmaß.
Fazit: Schöne Idee, technisch top, die Inhalte könnten gezielter und sinnerfüllter erscheinen. Ich freue mich schon, wenn mal ein Mindfuck-Film damit umgesetzt wird.
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