24. Oktober 2015

Bio Primo Sweet Chai und Vanilla Chai

Da sich meine Rossmann-Tees langsam dem Ende entgegen neigen und ich nicht schon wieder die gleichen beiden Sorten nachkaufen wollte, war ich mich mal bei Müller umschauen. Dabei bin ich auf die Chai-Sorten von Bio Primo gestoßen.

Und dann stand ich vor dem Regal und konnte mich nicht entscheiden. Da ich noch normalen Gewürztee und Schokochai zu Hause habe, habe ich mich schließlich auf Grund der Zusammensetzung für Sweet Chai entschieden. Er befindet sich in einer rosafarbenen Pappschachtel. Darauf ist die Zeichnung einer Tasse, dekoriert von Süßholz, Nelken, einer gelben Blüte und etwas Grün. Im Inneren sind 20 einzeln verpackte Beutel mit je 2 g Gewürz-Kräutertee. In der Schachtel duftet es dezent nach Weihnachtsgewürz und Tee. Der Tee trägt das Bio-Siegel.
Der Tee besteht zu 40 % aus Süßholzwurzel, 15 % Fenchel, 15 %  Anis, 13 % Pfefferminze, Ingwer, Kardamom, 2 % Nelken,und Pfeffer. Er schmeckt angenehm würzig, aber nicht scharf und bringt eine milde Süße mit. Ich wusste zuerst nicht, woher mir das Aroma bekannt war, dann fiel mir aber ein, dass ich letztes Jahr mal einzelne Beutel Kräutertee mit Süßwurzel hatte, den ich echt lecker fand. Eben so lecker wie der hier. Den Tee sollte man am besten nicht ganz heiß trinken, warm entfaltet er sein Gewürzaroma und die Süße am besten.

Nachdem der erste Tee die Probe bestanden hatte, bin ich nochmal zu Müller um mir noch eine zweite Sorte zu holen, schließlich war er gerade im Angebot. Normalerweise soll eine Packung wohl 1,95 kosten. Schließlich habe ich mich noch für den Vanilla Chai entschieden.

Die Packung sieht hier vanillegelb aus, auch hier ist eine Tasse Tee aufgezeichnet, Vanilleblüten, Nelken, Zimt und ein Tannenzweig schmücken sie zusätzlich. Auch hier wieder die einzelnen Beutel, im Inneren duftet es nach Rooibos.
Dieser bildet mit 29,5 % auch den Hauptbestandteil und wird ergänzt von Süßholzwurzel, Anis, 10 % Zimt, Aroma, Fenchel, Kardamom, 1 % Gewürznelken, schwarzem Pfeffer und 0,5 % Vanillepulver.
Ich brühe den Tee also wie gewohnt auf und lasse ihn leicht abkühlen. Sofort macht sich Ernüchterung breit. Schmeckt nach gewöhnlichem Rooibos-Tee, den ich ja vor allem in aromatisierter Form von King's Crown als Sahne-Karamell kenne, absolut langweilig. Das ist doch kein Chai!. Der lauwarme Rest am Morgen versöhnt mich wieder ein wenig, nun nehme ich auch die süßliche Vanillenote und ganz dezent einige Gewürzaromen wahr. Also eigentlich ein wunderbarer Sommertee. Für den Winter ist er nicht so geeignet.




23. Oktober 2015

Manner Rum Trüffelcreme Herzen

In der typisch nude-apricot-farbenen Tüte sind 300 g. Die Packung ist dezent gestaltet. Ein Foto von zwei der Waffelherzen, etwas Kakaocreme und Kakaostaub. Drei Waffelschichten, die von zwei Schichten Trüffelcreme (56 %) mit Rumgeschmack zusammengehalten werden und dann in Schokolade (30 %) getaucht werden, das ist schon das ganze Geheimnis. So simpel, so lecker. Ich habe sie eigentlich zum Kaffeetrinken gekauft, ist ja aber mit nem Keksanteil  von 14 % eher eine Schokolade mit etwas mehr Keks als üblich. Darum gut einteilen und genießen, sonst schlagen die 67 kcal pro Herz ganz schnell auf Po und Schenkel. Gut, dass die Packung wiederverschließbar ist. Rumaroma muss man natürlich mögen, ich bin ein großer Fan davon, vor allem zusammen mit Schokolade.

Fazit: Lecker, wie man es von Manner nicht anders kennt.




22. Oktober 2015

APP - Der Film

Trotz zunehmender Müdigkeit und damit einhergehender Gereiztheit, es ist halt Donnerstag und die Kälte tut ihr Übriges, konnte ich heute Mittag nicht schlafen. Nun, konzentrieren konnte ich mich auch nicht recht, also Laptop an und "APP" geschaut. Auf den Film war ich richtig neugierig, denn er setzt auf die Multiscreen-Möglichkeit und bindet eine Smartphone-App in das Filmerleben ein. Ich hatte zunächst etwas Bedenken, dass ich eine ständige WLAN-Verbindung brauchen würde, aber nein, einmal aus dem WLAN geladen, funktioniert alles bestens, eigentlich logisch, denn im Kino gibt es ja tendenziell auch eher eine extrem miese Verbindung. Die App erkennt am Ton, an welcher Stelle des Films man sich befindet und sendet regelmäßig Nachrichten und Filme. Diese bereichern das Verständnis des Films nur an wenigen Stellen, wenn das Smartphone zeigt, welche Videos die Protagonisten zu sehen bekommen beispielsweise. Da wäre noch deutlich mehr Potenzial, vielleicht liegt es aber auch am Genre, APP ist ein netter Thriller. Ein bisschen hält mich das neue Filmerleben am Ball den Film konzentriert zu schauen. Die größte Stärke der Nutzung der App liegt aber wohl darin, dass sie dem Zuschauer vermittelt als wie nervig die App Iris im Film von der Protagonistin empfunden wird. Bei jeder Meldung vibriert das Smartphone und gegen Ende schau ich nur noch genervt darauf, was es denn nun schon wieder gibt. Im Finale würde ich mich doch ganz gern auf dieses konzentrieren und nicht ständig von den unnützen SMS zwischen den Protagonisten unterbrochen werden. Da geht es mir ein bisschen so, wie wenn eine Internetbekanntschaft mich während eines Films ständig mit Smalltalk-Nachrichten unterbricht. Ich bin irgendwann sehr gereizt. Etwa dreimal unterbricht die App ihre Verbindung, weil ich es für keine gute Idee halte, sie etwas twittern oder auf posten zu lassen, aber das ist ein verträgliches Ausmaß.
Fazit: Schöne Idee, technisch top, die Inhalte könnten gezielter und sinnerfüllter erscheinen. Ich freue mich schon, wenn mal ein Mindfuck-Film damit umgesetzt wird.

Teekanne Caramel Apple Pie

Von den neuen Trendtees (genannt Sweeteas) von Teekanne hatte ich schon gelesen und war gespannt aufs Probieren. "Einmalig süß ganz ohne Kalorien" verspricht die Verpackung, klar, das geht nur mit Stevia und die mag ich eigentlich gar nicht, weil sie dieses komisch künstliche Gefühl im Mund zurück lässt.

Der Apple Pie-Tee schmeckt ebenfalls sehr künstlich, das ist diesmal aber nicht die Schuld der Stevia, sondern eindeutig das Apfelaroma. Schmeckt wie diese Apple-Crumble-Kekse oder die Lindt-Schoki, die ich mal hatte. Nach den ersten Schlucken habe ich mich daran gewöhnt. Apfeltee halt, ich muss nur zugeben, dass er für meinen Geschmack gern noch mehr Süße vertragen hätte.

Blueberry Muffin und Lemon Cake werde ich mir da sparen und lieber weiterhin in Form von Schokolade zu mir nehmen.

21. Oktober 2015

Garden Gourmet Vegane Klösschen

Ich esse Fleisch ja eher aus einer Not heraus. Die Not besteht darin, dass ich in Restaurants und auf Feiern sonst einfach auf die leckersten Sachen verzichten müsste. Ich glaube, Normalköstler vertun sich da öfter in der Menge an Gewürzen, die so eine Gemüsepfanne braucht, um wirklich lecker zu sein. Und so was wie Soßen vergessen sie oft komplett. Um diese Normalköstler an die fleischlose Ernährung heranzuführen oder ihnen vielleicht die Bewirtung ihrer vegetarischen Gäste leichter zu machen, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Fleischersatzprodukten. Ganz ehrlich, für Veganer sind diese sicher nicht gemacht. Kein Mensch verzichtet auf Fleisch um den Geschmack und die Konsistenz dann nachzuahmen.

Mit den veganen Klösschen ist beides gut gelungen. Sie sind auf Basis von Soja und Weizeneiweiß. Sie ähneln nicht nur optischen ihrer Vorlage aus Hack, sondern fühlen sich im Mund auch ähnlich an, ähnlich fest, aber doch stückig. Auch optisch entsprechen sie dem Original. Vom Geschmeck her sind sie recht würzig, Paprika und Curry meine ich herauszuschmecken. Wenn ich es nicht gewusst hätte, ich hätte sie für gut gewürzte Fleischklöpse gehalten. Das Produkt besteht aus einer Mischung von Soja mit Seitan. Das Ganze funktioniert also auch umgekehrt und dem Veganer wird es leicht gemacht, den überzeugten Normalköstler zu bekochen, das wäre für mich der einzige Grund, das Produkt noch mal nachzukaufen, da ich es für mich selbst einfach überflüssig finde. Die Packung kostet 2.79 und enthält 2 bis 3 Portionen (200g), je nachdem, was man dazu kocht.

Die Inhaltsstoffe sind wie folgt angegeben: Trinkwasser, 17% Sojaeiweiß, 5% Weizeneiweiß, pflanzliche Öle, Stärke, Verdickungsmittel (Methylcellulose, Guarkernmehl), Salz, Zwiebelpulver, Erbsenfasern, hydrolysiertes Weizeneiweiß, Gerstenmalzextrakt, Hefeextrakt, Backtriebmittel (Natriumbicarbonat), Rote-Bete-Pulver, Knoblauchpulver, Gewürze, Aromen, Maltodextrin
100 g kommen auf 168 kcal, 6 g Fett, 7g Kohlenhydrate und 19 g Eiweiß.
Wenn ich selbst Lust auf Ersatz habe, greife ich meist klassisch auf Tofu zurück, gut entfeuchtet und selbstmariniert (die fertigen sind nicht so gut) mag ich ihn am liebsten. Weder vom Geschmack noch von der Konsistenz her, hat das aber was mit Fleisch zu tun, daher absolut okay. Geräucherter Tofu ist auch sehr lecker, ich mochte als Kind auch den geräucherten Käse schon immer so gern und der Tofu erinnert mich immer daran. Er ist eine Spur fester als mein selbst-gepresster (mit ein bisschen mehr Geduld, könnte ich das sicher noch besser). Quorn finde ich von der Konsistenz her, sehr interessant, ich mag die Haptik im Mund sehr gern, fühlt sich schon wie ein gut gebratenes Stück Fleisch an. Auf jeden Fall besser als Seitan, den ich wirklich als billiges Ersatzprodukt ansehe, ist halt geschmacksneutraler Weizen, der mit Aromen angereichert und in Form gepresst wird. Produkte auf Lupine-Basis hab ich noch nichr probiert, das möchte ich demnächst noch nachholen.

19. Oktober 2015

Lindt-Tafel Tiramisu

Die Schokolade habe ich zum Geburtstag bekommen. Eine Tafel enthält 10 Stück Schokolade. Die Stücke sind relativ hoch und prall gefüllt. Wer auf intensiven Kaffeegeschmack oder Keksstückchen hofft, wird hier enttäuscht werden, die Füllung erinnert mich eher an die Sorte Straciatella, eine dezent süße, aber wunderbar sahnige Cremefüllung. Darüber ist noch mal eine dünnere Schicht aus Kaffeecreme, das Kaffeearoma schmeckt man aber wenn überhaupt nur dezent heraus. Die auf der Verpackung abgebildeten Keksstücke finde ich nicht, die scheinen so winzig zu sein, dass sie von der Creme durchdrungen wurden. Gut so. Hier ist man nach einem Stück wirklich zufrieden, nach zweien super glücklich.


8. Oktober 2015

Astor Skin Match Protect

Die neue Make Up-Serie von Astor wirbt damit, gegen die negativen Umwelteinflüsse (des Stadtlebens) zu schützen. Ein reichlich sinnloses Werbeversprechen, die meisten Kombinationen aus Tagescreme und Make Up sollten den Schmutz in der Stadtluft erst mal ausreichend abschirmen. Nichts desto trotz will ich wissen, ob es als Make Up auch etwas taugt. Die Probe besteht aus Primer und Make Up. Zudem umfasst die Serie noch einen Concealer.

Einen Primer habe ich bisher noch nie verwendet. Ich besitze den Lidschatten-Primer von essence, aber irgendwie denke ich zu selten daran, den zu verwenden. Bei Make Up-Primer erschließt sich bei mir nicht so recht, was der Vorteil gegenüber meiner Tagescreme wäre. Nun kann ich ja testen, ob der Teint dadurch tatsächlich ebenmäßiger wird als nur mit Tagescreme. Als Inhaltsstoffe sind Arganöl und Antioxidantien (Vitamin ACE) extra hervorgehoben. Lichtschutzfaktor 25 ist ordentlich, da kann meine Tagescreme schon mal nicht mithalten. Ähnlich einer getönten Tagescreme kann man den Primer auch ohne Foundation tragen.

Die Foundation basiert auf einer Gelformel aus Phospholipiden und spendet der Haut dank Hydroglycerin und Soja-Extrakten (witzige Vorstellung, aber Macadamia ist ja auch in Lotions) Feuchtigkeit. Lichtschutzfaktor 18 hält zudem die UV-Strahlung teilweise ab. Das Make Up ist hauttonanpassend und in sieben Farben erhältlich.

Der Concealer enthält nochmals Vitamine (CE) und lichtreflektierende Pigmente um Augenringe verschwinden zu lassen. Der Schaumstoffapplikator soll für einen professionellen Auftrag sorgen, ist aber hygienisch meiner Meinung nach nicht die beste Lösung. Zudem verwirrt es mich ein wenig, dass ich den Concealer nach der Foundation auftragen soll. War das nicht immer umgekehrt?

Ich teste als erstes die Foundation ohne Primer, schließlich soll sie keinen Vorteil gegenüber anderen Proben haben, falls der Primer vielleicht top sein sollte. Von der Konsistenz her ist die Foundation flüssig, aber doch einen Tick gelartiger als die Vorgängerpröbchen. Sie lässt sich super einfach auftragen, ein kleines Verstreichen und schon ist sie weg. Leider verändert sich an der Farbe der Haut auch absolut nichts, sodass ich letztlich gar nicht mehr weiß, bis wohin ich sie schon verteilt habe. Eine Deckkraft ist praktisch nicht vorhanden. Meine Haut fühlt sich dennoch ein wenig an als hätte ich eine schützende Gelschicht aufgelegt. Puder drüber und ab zur Arbeit. Nach der Mittagspause beim Blick in den Spiegel sehe ich einen deutlichen braunen Streifen über die Wange, da endete wohl die Foundation und hat sich mit dem Puder nun doch dazu verbündet so was wie eine Farbe aufzuweisen. Auf den Puder verzichten könnte ich nicht, aber mit ist alles in Ordnung und mein Gesicht glänzt den ganzen Tag nicht. Da die Deckkraft aber die schwächste ist, die ich überhaupt je im Test hatte, ist das kein Produkt für mich.
Vielleicht braucht es da wirklich den Primer. Ab in den Test damit. Der ist von der Konsistenz deutlich flüssiger als die Foundation, angenehm hell und enthält gut sichtbare Glitzerpartikel. Die machen mir zum frühen Morgen doch gleich gute Laune. Die so vorbereitete Haut lässt mich nun auch erkennen, wo ich wie viel Foundation aufgetragen habe. Die doppelte Schicht deckt seltsamerweise auch ausreichend. Klare Empfehlung für den Primer.

positiv:
  • der Primer kaschiert auch meinen Pigmentfleck
  • hoher Lichtschutzfaktor
  • Preis im mittleren Segment (33 Euro/100 ml die Foundation, 23 Euro/100 ml der Primer) 
negativ:
  • bei der Foundation entstehen schnell Streifen und Übergänge
  • deckt Unreinheiten nicht ab
  • kein mattierender Effekt